Die Familien-Plattform zur Bestseller-Reihe

Wandern im Schwarzwald

default

Jugend im Schwarzwaldverein (Geschäftsstelle)
»Am Wochenende gehen wir wandern!« Viele Kinder empfinden diese Ankündigung als Drohung, entsprechend ablehnend ist das Echo. Das kennen Sie bestimmt. Locken Sie aber Ihre Stubenhocker mit einer »Öko-Abenteuer-Rallye«, so können es alle kaum erwarten, bis es losgeht. Einzelne Ortsgruppen im Schwarzwaldverein bieten ein »Familien-Wanderprogramm« an, das speziell auf die Bedürfnisse von Familien mit kleinen Kindern abgestimmt ist.
Zum Beispiel werden von jeder Familie entlang dem Wanderweg die interessantesten Gegenstände gesammelt und am Ende zu einer Natur- und Umweltcollage zusammengebaut. Ein anderes Tourangebot lässt die Kinder selbst die Route bestimmen. Dabei geht’s natürlich über Stock und Stein – die Erwachsenen müssen hinterherkraxeln. Beliebt ist auch die Bildersuchtour.
Die einzelnen Angebote erfahren Sie bei den Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins. Kontaktadressen gibt es bei der Geschäftsstelle in Freiburg, die jedoch selbst kein spezielles »Wanderprogramm« organisiert.

Adresse
Schloßbergring 15
79098 Freiburg

Kontaktinformationen
www.schwarzwaldverein.de
Tel. 0761-380 53 14


Giersberg-Tour
Der Giersberg ist ein weit vorgeschobener Außenposten des Schwarzwaldes. Er markiert auf der einen Seite das Ende des Höllentals, auf der anderen Seite den Beginn des Dreisamtals. Die Pilgerstube (Tel. 07661-53 98) auf dem Giersberg ist als Ausflugslokal noch ein Geheimtipp und ein guter Ausgangspunkt für eine Wandertour. Von hier bietet sich ein herrlicher Ausblick über das Dreisamtal bis über die Dächer Freiburgs. Man erkennt sogar den Münsterturm. Die meisten finden es dort bereits so schön, dass sie nicht ans Weiterwandern denken. Sie verpassen aber etwas! Richtung Hinterwaldkopf folgen Sie dem blauen Markierungszeichen berg-auf durch den Tannenwald. Insgesamt ist die Strecke trotz 750 m Höhendifferenz leicht und auch für Kinder gut zu bewältigen. Schon bald öffnet sich der Wald und gibt den Blick frei ins Dreisamtal und seine Seitentäler. Nach 20 Minuten kommt das Sonneck, eine ginsterbewachsene Hochwiese mit Vesperplatz und spektakulären Ausblicken über die Schwarzwaldtäler.
Auf dem weiteren Weg bergwärts wartet am Holzeck noch einmal ein Rastplatz, ehe Sie durch einen farbenprächtigen Mischwald hindurch die Höfener Hütte erreichen. Dort herrscht oft viel Rummel, da die urige Wirtschaft von Falkensteig aus mit dem Auto erreichbar ist (Mo Ruhetag).
Der Rückweg beginnt unterhalb der Höfener Hütte und führt oberhalb des Zastlertals in einen dichten Tannenwald. Von nun an geht’s bergab, über steile Pfade Richtung Oberried. Ab dem Weilersbacher Eck öffnet sich der Wald wieder, diesmal blickt man aufs Oberrieder Tal. Mit dem Gasthaus Schützen lockt hier noch einmal ein solides Ausflugslokal mit schöner Gartenterrasse.
Auf geteerten Sträßchen parallel zum Zastlerbach steigen Sie nun ins Kirchzartener Becken hinunter, gehen auf halber Höhe einen Serpentinenweg zum Giersberg hinauf und sind nach rund vier Stunden reiner Wanderzeit wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Anfahrt
von Freiburg B31, Ausf. Kirchzarten-Burg


Kinderwagen-Wanderwochen
Zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, auch Großeltern mit ihren Enkeln, nehmen an dem besonderen Wanderangebot der Kurverwaltung Schönau teil: den Kinderwagen-Wanderwochen. Es ist in erster Linie für Urlauber gedacht, aber selbstverständlich können sich auch Einheimische anschließen. Ziel ist es, Eltern gemeinsam mit ihren Kindern ein paar Tage Erholung in der schönen Schwarzwaldlandschaft zu ermöglichen und sie dabei mit netten Gleichgesinnten zusammenzubringen. Alle Wanderungen sind geführt und dauern jeweils etwa einen halben Tag.

Adresse
Gentnerstr. 2
79677 Schönau

Kontaktinformationen
www.belchenland.de
Tel. 07673-91 81 30 (Belchenland Tourist-Information)

Lehrpfade

Arboretum Liliental
Aus der Oberrheinebene ragt ein seltsamer Bergkegel hervor: der Kaiserstuhl, ein vor Millionen Jahren erloschener Vulkankegel, auf dem heute der beste Wein ganz Deutschlands wächst. Rund um und im Kaiserstuhl gibt es jede Menge geologische und botanische Besonderheiten, die auf verschiedenen Lehrpfaden entdeckt werden können.
Ein besonderer Lehrpfad ist das Arboretum Liliental, weil hier keine einheimischen Pflanzen gezeigt werden, sondern ein Arboretum (d.h. ein Baumpark) von exotischen Gehölzen. Weil in diesem großen, lössbedeckten Vulkangebirge das wärmste Klima Deutschlands herrscht, gedeihen hier auch Pflanzen aus südlichen Gefilden. So wurden aus den Mittelmeerländern und Nordafrika stammende Zypressenarten, Zedern, Lebens- und Mammutbäume, Tulpenbäume und weitere exotische Nadel- und Laubhölzer angepflanzt. Name und Herkunft sämtlicher Pflanzen sind auf Tafeln ausführlich erläutert. Der Eintritt ist frei.

Adresse
Bachenstr. 38
79241 Ihringen

Kontaktinformationen
Tel. 07668-710 80


Heimatpfad Hochschwarzwald
Heimatpfad Hinterzarten klingt so gemütlich. Ist es aber nicht: Dieser Pfad ist Abenteuer pur. Er führt durch das schattige Löffeltal und durch die wildromantische Ravennaschlucht, entlang an teilweise reißenden Gebirgsbächen, über felsige Grate und wacklige Stege. Das eigentliche Abenteuer sind aber die vielen heimatgeschichtlichen Zeugnisse entlang dieses Pfades: alte Schwarzwälder Sägemühlen, eine Seilerei, die 1148 erbaute St.-Oswalds-Kapelle – die älteste Kapelle des Hochschwarzwalds –, ein kleines Wasserkraftwerk, ein Zollhaus und viele andere gut erhaltene oder renovierte Gebäude aus der schweren und arbeitsreichen Vergangenheit der Schwarzwaldbauern.
Die Klingenhofsäge bei Hinterzarten ist sogar manchmal in Betrieb, man kann dann zuschauen, wie aus frisch gefällten Bäumen im Hand-umdrehen weiß glänzende Bretter werden. Der Heimatpfad Hinterzarten bietet eine Reihe solcher historischer Handwerkseinrichtungen, z.B. eine Glasbläserei oder einen Wasserkraft-Drahtseilantrieb. Alles
in allem ist der Weg über 15 km lang und deshalb sinnvoll nur in Etappen begehbar. Unterwegs gibt’s verschiedene Einkehrmöglichkeiten. Erwähnenswert ist das Gasthaus Sternen in der Ravennaschlucht, mit Kinderkarte, Kin-
derhochstuhl und kleinem Spielplatz. Dort wird auch in einem historischen Zollhaus (Hofgut Sternen, Tel. 07652-901-0) eine Aus- stellung zur Verkehrsgeschichte
des Höllentals gezeigt; später soll ein kleines Bahnmuseum hinzukommen. Betreiber des Heimatpfades ist der Verein Heimatpfad Hochschwarzwald e.V. Von ihm gibt es auch für €1,50 einen sehr informativen Führer, erhältlich über die Kur-Tourismus Hinterzarten (Kurhaus Hinterzarten, Tel. 07652-12 06 42).

Adresse
Birkenweg 18, 79856 Hinterzarten

Kontaktinformationen
Tel. 07652-16 93 (Theo Gremmelspacher)


Taubergießen
Einzigartig, urwüchsig und genau das richtige für Natur-Expeditio-nen: Der Taubergießen erstreckt sich entlang dem Rhein zwischen Kappel-Grafenhausen und Rheinhausen und ist eine unvergleichliche Feuchtlandschaft, die bereits seit 1979 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist: Entlang einer Strecke von etwa 12 km findet man verzweigte Wasserläufe und Auwälder, die einer unverwechselbaren Tier- und Pflanzenwelt als Heimat dienen: Hier leben sogar seltene Eisvögel und Kormorane. Eine vergleichbare Landschaft findet sich sonst nirgendwo in Südbaden, denn hier beginnt der Sumpf. Der Taubergießen bietet verschiedene Möglichkeiten des Kennenlernens. Zum Beispiel zu Fuß auf einem der Rundwege. Für die Wanderung sollte man drei bis vier Stunden einplanen. Oder aber mit einem der flachen Boote, die die Auenfischer anbieten (€ 95/Kahn für 10 Pers.). Das ist bequem und gleichzeitig lehrreich, denn die Fischer können viel über den Taubergießen erzählen. Egal, ob per pedes oder Boot: Die Orchideenwiese sollte keiner verpassen. Informationen und Adressen der Fischer gibt’s bei den Gemeindeverwaltungen in Kappel, Tel. 07822-86 30, Rheinhausen, Tel. 07643-910 70 oder im Internet (s.u.).

Adresse
zwischen Kappel und Rheinhausen

Kontaktinformationen
www.taubergiessen.net

Freilichtmuseen

Vogtsbauernhof
In Gutach können Sie Ihren Kindern zeigen, wie karg und urig die Vorfahren der Südschwarzwälder, die Alemannen, einst gelebt und gearbeitet haben. Original an seinem historischen Standplatz steht hier der Vogtsbauernhof aus dem 17. Jahrhundert. Die weiteren Schwarzwälder Bauernhäuser wurden an ihren ursprünglichen Standorten abgetragen und im Freilichtmuseum in Gutach originalgetreu wiederaufgebaut. Zum Ensemble gehören noch eine Klopfsäge, ein Backhäusle, eine Hofkapelle, Speicher, eine Ölmühle, ein Kohlenmeiler und ein Bienenhaus. Regelmäßig werden Sonderausstellungen veranstaltet zu Themen wie Trachten, Forstwirtschaft oder Arbeitsgeräte, für Kinder und Jugendliche gibt es Sonderführungen und für Schulklassen museumspädagogische Angebote.

Adresse
77793 Gutach
Anfahrt: B33

Öffnungszeiten und Eintritt
Kinder ab 6 Jahren € 2,50, Erw. € 5, Familien €11
Öffnungszeiten: Ende März-Anfang Nov tägl. 9-18 Uhr

Kontaktinformationen
www.vogtsbauernhof.org
Tel. 07831-935 60


Augusta Raurica
In dieser Römerstadt lebten einst 20.000 Menschen! Sowohl die keltischen Wurzeln der Siedlung, als auch die römischen Spuren sind ausgesprochen gut erhalten und locken jährlich rund 140.000 Menschen nach Augst. Zu den 20 Höhepunkten der Ausgrabungsstätte gehören ein antikes Theater, der Nachbau eines Römerhauses und ein Römermuseum samt atemberaubendem Silberschatz.

Adresse
CH-4302 Augst
Anfahrt: ab Basel AB Ri. Zürich, Abf. Augst, oder in Basel Buslinie 70

Öffnungszeiten und Eintritt
Geöffnet: tägl. 10-17 Uhr, Museum Mo erst ab 13 Uhr
Eintritt Museum: Erw. sFr 7, Kinder sFr 5. Die Besichtigung der Außenanlagen ist kostenlos.

Kontaktinformationen
www.augusta-raurica.ch
Tel. 061-816 22 22

Burgen & Schlösser

Burg Rötteln
Jede Sekunde könnte hier hinter der nächsten Mauerecke ein Ritter hervortreten oder ein schönes Burgfräulein. Aber was ist das? Da kommt ja tatsächlich ein mittelalterlicher Edelmann! Keine Angst. So eine Begegnung kann Ihnen auf Burg Rötteln zwar passieren, aber nur in Zusammenhang mit den Burgschauspielen, die hier
regelmäßig stattfinden. Zusammen mit der Hochburg ist Rötteln die größte Burgruine Südbadens. Sie ragt weithin sichtbar als Wahrzeichen Lörrachs über die Stadt. Im 11. Jahrhundert war sie vom lokalen Adel als kleine Trutzburg gegründet worden. Spätere Generationen bauten an und befestigten immer umfangreichere Anlagen, sodass trotz erheblicher Zerstörungen heute noch imposante Mauerreste und zwei fast vollständig erhaltene mächtige Türme zu sehen sind.
Ein Tipp: Besteigen Sie den großen Bergfried, er bietet einen fantastischen Rundblick bis in die Rheinebene und weit über das Markgräflerland hinweg.
Der Verein »Röttelnbund« sorgt seit über 60 Jahren für Erhalt und Instandsetzung dieser Sehenswürdigkeit. Er unterhält auch eine Burgschenke und veranstaltet regelmäßig Burgschauspiele. Diese Freilichtspiele vor historischer Kulisse gehören zu den Höhepunkten im Lörracher Veranstaltungsprogramm und locken Besucher aus ganz Südbaden an.

Adresse
79539 Lörrach

Öffnungszeiten und Eintritt
März-Okt tägl. 10-18 Uhr, ab Nov. nur Sa/So, bei Schnee geschlossen. Eintritt: Kinder (6-14 J.) €0,50, Erw. €1

Kontaktinformationen

Städtisches Verkehrsamt: Tel. 07621-564 94


Burgruine Staufen
Wie ein umgestülpter Kelch ragt der Staufener Burgberg, einer der zahlreichen Schwarzwaldvorberge, vor der Kulisse der Rheinebene hervor. Der Bergkegel wird gekrönt von den Ruinen einer einst mächtigen Festung, die im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört wurde.
Vorbei an den Reben erreichen Sie nach einem etwa halbstündigen, nicht allzu anstrengenden Anstieg die frei zugänglichen Ruinen. Von oben haben Sie eine herrliche Aussicht auf die Dachlandschaft des mittelalterlich anmutenden Städtchens Staufen wie auch hinaus in die Rheinebene. Die vermutlich um die Jahrtausendwende gebaute Burg beherrschte die Verkehrswege im Rheintal. Seit einer umfangreichen Sanierung durch die Stadt Staufen bietet die stattliche Burgruine einen anschaulichen Eindruck von mittelalterlicher Baukunst. Mächtige Mauern, Türme, Verliese und versteckte Winkel laden zum Spielen und Toben ein.
Jedes Jahr im Juli fndet ein Burg- und Weinfest statt. Höhepunkt: das prächtige Feuerwerk, das von der Burgruine aus abgeschossen wird. Das mittelalterliche Staufen selbst ist wegen seines kaum veränderten historischen Stadtkerns ebenfalls einen Spaziergang wert. Für Erwachsene und die größeren Geschwister interessant: In Staufen treffen Sie an allen Ecken auf die Faust-Sage.

Adresse
79219 Staufen
Anfahrt: über B3 Bad Krozingen-Staufen

Kontaktinformationen

Tel. 07633-805 36 (Tourist-Information Staufen)


Schloss Bürgeln
Endlich kann man mal sehen, auf was für einem Bett Prinzessinnen schlafen. Schloss Bürgeln im Markgräflerland ist die einzige noch erhaltene mittelalterliche Höhenburg im Südwesten Deutschlands. Und noch erhalten bedeutet in diesem Falle: Die Räume, Hallen, Flure und Keller sind so eingerichtet wie zu Zeiten der Edelmänner und Schlossdamen. Der heutige Barockbau entstand aus den wesentlich älteren Resten einer mittelalterlichen Klosterburg im Jahre 1762.
Schlossverwalter Felix Pfau bietet spezielle kindgerechte Führungen an, bei denen es weniger um kulturhistorische Schätze und Erklärungen als um Geschichten und Anekdoten rund um die Schlossvergangenheit geht. Und nach der Führung locken hausgemachte Kuchen auf der Sonnenterrasse des gemütlichen Schloss-Stüble
(Tel. 07626-293, www.schloss-buergeln.de).

Adresse
79418 Schliengen
Anfahrt: A5 Ausf. Neuenburg, Ri. Kandern, dort ausgeschildert

Öffnungszeiten und Eintritt
Durchs Schloss gibt es tägl. Führungen um 11, 14, 15, 16 und 17 Uhr. Eintritt: Erw. €3 und Kinder €1. Dez bis März geschlossen, und auch dienstags werden die Pforten nicht geöffnet.

Kontaktinformationen
www.schlossbuergeln.de
Tel. 07626-237