Breisgau-Radwanderweg
Auf geht’s, dem Papa und der Mama mal zeigen, wer schneller Fahrrad fahren kann. Fahrradtouren mit Kindern müssen wohl überlegt sein. Nicht zu viele Steigungen, keine gefährlichen Straßen und ein paar Attraktionen für die Kleinen unterwegs.
Der Breisgau-Radwanderweg eignet sich hervorragend dafür. Mit einer Länge von 25 km führt der Weg über reizvolle Landschaften von Riegel am Kaiserstuhl durch die Breisgauer Bucht nach Freiburg. Bis auf wenige kurze Straßenabschnitte verläuft er meist über Feld- und Waldwege, die für Autos gesperrt sind. Es gibt kaum Steigungen, 18 km sind geteerte, der Rest gut befestigte Strecke. Markierung: weißes Schild mit grüner Aufschrift und stilisiertem Fahrrad.
Die Highlights unterwegs: Bei Riegel die Reblandschaft des Kaiserstuhls, der Riegeler Berg, die Brauerei, in Nimburg auf den umliegenden Weiden viele Kühe und Pferde und bei Reute ein Kinderspielplatz. In Vörstetten geht’s durch die historische Altstadt und schließlich durch den prächtigen Mooswald mit seinem uralten Baumbestand nach Freiburg hinein. Beim Landkreis Emmendingen, Bahnhofstr. 2-4, 79312 Emmendingen, Tel. 07641-45 10, erhalten Sie ein Faltblatt mit ausführlicher Beschreibung des Weges und aller Sehenswürdigkeiten.
Dreisamuferweg
Quer durch Freiburg fließt die Dreisam, ein gemütliches Flüsschen, das sich im Sommer an seinen schönsten Stellen mitten in der Stadt hervorragend als Kinderbad eignet. Links und rechts der Dreisam führt ein gut ausgebauter Radweg entlang, auf dem immer mächtig was los ist.
Wenn Sie direkt im Stadtzentrum, in Höhe der Kronenbrücke, in den Uferweg einfahren, haben Sie flussabwärts Richtung Umkirch, Eichstetten und Riegel einen über 20 km langen, kerzengeraden und ebenen Radweg vor sich, der aber leider schnell langweilig wird.
Schöner ist es, flussaufwärts in den Freiburger Osten zu radeln. Die Dreisam unterquert zunächst einen wilden Knoten von Straßen-brücken, ehe sie im Rücken der Ganter-Brauerei durch ein malerisches Viertel führt, mit alten Ahornbäumen am Ufer und mächtigen Häuserfassaden aus der Jahrhundertwende dahinter. Einen knappen Kilometer flussauf öffnet sich plötzlich der Blick auf die Karthäuserwiesen, einstmals Überschwemmungsgebiet, heute Jogger-, Picknick-, Reiter- und Spaziergängerparadies. In Sichtweite liegt das Dreisamstadion. Dann passieren Sie das Strandbad (› S. 119), um schließlich über die B31 in den Vorort Ebnet zu kommen. Auch hier eine weite Auenlandschaft, die hinausführt ins Dreisamtal, das Trinkwasserreservat der Stadt Freiburg. Theoretisch kann man bis hinauf nach Kirchzarten radeln, es sind kaum Steigungen unterwegs. Da es aber zwischen Ebnet, dem Vorort Zarten und Kirchzarten eine Reihe von Feldwegen gibt, die das Tal queren, bietet sich der Rückweg über Littenweiler und Waldsee an.
Elztal-Radwanderweg
Im Norden Freiburgs, bei Gundelfingen, an der Kreisstraße K4917, beginnt der 29 km lange Elztal-Radwanderweg. Er ist mit einem weißen Schild mit grüner Aufschrift und stilisiertem Fahrrad markiert. Für Familien mit Kindern ist es eine Tagestour, die sich unmerklich ansteigend durch das große Schwarzwaldtal elzaufwärts bis zum Städtchen Elzach zieht. Unterwegs locken neben den herrlichen Ausblicken jede Menge Rast- und Einkehrmöglichkeiten.
Ein erster Stopp bietet sich schon im nächsten Ort an, in Denzlingen, wo sich ein großes Sportbad befindet. Dann geht’s durch Buchholz, die größte Erdbeeranbaugemeinde Südbadens. Aufgepasst: Auf manchen Feldern ist Selberpflücken erlaubt! Wenige Kilometer weiter lädt der Waldspielplatz Batzenhäusle zum Toben ein, kurz darauf lockt Waldkirch mit seinem Schwarzwaldzoo. Besonders schöne Picknickplätze finden Sie oberhalb von Simonswald an der Wilden Gutach, beim Ottensteg oder am Silberwald zwischen Bleibach und Niederwinden. In Ober- und Niederwinden ist noch die alte Tradition des Strohschuh- und Schindelmachens beheimatet.
Endstation ist der Bahnhof Elzach, von dem aus Sie bequem wieder nach Freiburg zurückkommen.
Ein Faltblatt mit ausführlicher Streckenbeschreibung erhalten Sie beim Landratsamt, Bahnhofstr. 2-4, 79312 Emmendingen, Tel. 07641-45 10.
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Mit dem Auto
Altstadt Bad Säckingen
Als der Schwarzwald noch ein wilder Urwald war, gab es einen einzigen Flecken am Rhein, an dem schon Menschen lebten. Das war Bad Säckingen, das vor über 1.100 Jahren vom irischen Mönch Fridolin gegründet wurde. So ist Bad Säckingen eine der ältesten Städte Südbadens, und bei einem Rundgang durch die Altstadt kann man sich gut zurückversetzen, wie es hier einst im Mittelalter gewesen sein muss.
Das berühmteste Bauwerk ist die Rheinbrücke, eine Holzkonstruktion, die schon im 13. Jahrhundert erwähnt und die immer wieder von feindlichen Truppen in Brand gesteckt wurde, um dann von der Bevölkerung wieder mühsam aufgebaut zu werden. Neben vielen anderen historischen Bauwerken in der Altstadt sollten Sie mit Ihren Kindern auch das Grabmal des Trompeters besuchen. Er hieß Franz Werner Kirchhofer und lebte von 1633 bis 1690. Nach ihm heißt Bad Säckingen heute »Trompeterstadt«, und seit 1995 findet hier jeden Sommer ein Trompeterfestival statt. In Säckingens Altstadt stehen außerdem zwei berühmte Türme: der Gallus-Turm, der 1343 nach einem großen Hochwasser als Wellenbrecher gebaut wurde, und der Diebsturm, der zur mittelalterlichen Stadtmauer gehört und in dem man früher die Langfinger eingesperrt hat. Gruselig schön!
Kirchzarten/Dreisamtal
Wer genug Stadtluft geatmet hat und sich in der Natur bewegen möchte, steigt in Freiburg in die Höllentalbahn. In nur einer Viertelstunde ist man in Kirchzarten im Dreisamtal angelangt. Kirchzarten ist eine echte Sportlerhochburg: schwimmen, wandern, Mountainbike fahren und mehr. Alles ist hier möglich. 1995 war Kirchzarten sogar Austragungsort der Mountainbike-Weltmeisterschaften. Fans des schnellen Sports können die WM-Strecke abfahren. Von Juni bis September gibt’s geführte Mountainbiketouren. Etwas geruh-
samer sind Fahrradtouren im Tal (Radwanderungen sind ausgeschildert). Und im Winter locken Alpinski und Langlauf.
Eine schöne Wanderung führt zur Höfener Hütte. Vom Ortskern geht’s in südöstlicher Richtung zum Giersberg mit seiner hübschen Pilgerkapelle und einem schönen Biergarten. Die Gäste genießen den Blick über das romantische Dreisamtal – ein Muss für alle Ausflügler! Danach geht’s zwei Stunden stramm bergauf zur Höfener Hütte (ausgeschildert). Mit entsprechenden Pausen ist der Weg aber auch für kurze Beinchen kein Problem (allerdings streckenweise nicht kinderwagentauglich). Dort haben sich dann alle ihre Brotzeit redlich verdient.
Abenteuer im Elsass
Eine Fahrt durch das Elsass kann leicht zum mehrtägigen Abenteuer werden, denn auch auf der westlichen Seite des Rheins gibt es viel zu entdecken: Da wäre der abenteuerliche Hochseilgarten »Natura Parc« bei Straßburg (Rue de la Nachtweid, 67540 Ostwald, Mo-Fr Tel. 0033-388 50 32 24, Sa/So Tel. 0033-388 65 40 07, www.naturaparc.com. Kinder ab 4 J. €5, Erw €20). Auf elf Stecken kann man seine Geschicklichkeit in luftiger Höhe austesten, für die Älteren ist zudem Bungee-Jumping im Angebot. Abenteuerlich geht es auch auf dem spektakulären Parcours im Parc Alsace Aventure in Breitenbach zu (Col du Kreuzweg, 677220 Breitenbach, Tel. 0033-388 08 32 08, www.parc-alsace-aventure.com, April-Nov). Hier geht es in Tarzan-Manier quer durch den Wald von Ast zu Ast. Weniger nervenaufreibend, aber nicht minder spektakulär könnte sich ein Abstecher nach Hunawihr an der Elsässischen Weinstraße zum Haus der lebenden exotischen Schmetterlinge gestalten (Jardins des Papillons, 68150 Hunawihr, Tel. 0033-389 73 33 33): Von April bis Nov schwirren hier Hunderte von exotischen Faltern in unvergleichlicher Farbenpracht umher! Deutsche und französische Nachwuchswissenschaftler finden im »Le Vaisseau« ein echtes Entdeckerparadies vor: Für Kinder ab 3 Jahren wird ein umfangreiches Spiel- und Lernprogramm in drei Sprachen geboten, es gibt Wissenschaftsshows, Theater, Ausstellungen und vieles mehr (1, bis rue Philippe Dollinger, 67027 Strasbourg-Cedex, www.levaisseau.com. Kinder €7, Erw. €8, Gruppen-Reservierung unter Tel. 0033-388 44 65 65).
Als der Schwarzwald noch ein wilder Urwald war, gab es einen einzigen Flecken am Rhein, an dem schon Menschen lebten. Das war Bad Säckingen, das vor über 1.100 Jahren vom irischen Mönch Fridolin gegründet wurde. So ist Bad Säckingen eine der ältesten Städte Südbadens, und bei einem Rundgang durch die Altstadt kann man sich gut zurückversetzen, wie es hier einst im Mittelalter gewesen sein muss.
Das berühmteste Bauwerk ist die Rheinbrücke, eine Holzkonstruktion, die schon im 13. Jahrhundert erwähnt und die immer wieder von feindlichen Truppen in Brand gesteckt wurde, um dann von der Bevölkerung wieder mühsam aufgebaut zu werden. Neben vielen anderen historischen Bauwerken in der Altstadt sollten Sie mit Ihren Kindern auch das Grabmal des Trompeters besuchen. Er hieß Franz Werner Kirchhofer und lebte von 1633 bis 1690. Nach ihm heißt Bad Säckingen heute »Trompeterstadt«, und seit 1995 findet hier jeden Sommer ein Trompeterfestival statt. In Säckingens Altstadt stehen außerdem zwei berühmte Türme: der Gallus-Turm, der 1343 nach einem großen Hochwasser als Wellenbrecher gebaut wurde, und der Diebsturm, der zur mittelalterlichen Stadtmauer gehört und in dem man früher die Langfinger eingesperrt hat. Gruselig schön!
Kirchzarten/Dreisamtal
Wer genug Stadtluft geatmet hat und sich in der Natur bewegen möchte, steigt in Freiburg in die Höllentalbahn. In nur einer Viertelstunde ist man in Kirchzarten im Dreisamtal angelangt. Kirchzarten ist eine echte Sportlerhochburg: schwimmen, wandern, Mountainbike fahren und mehr. Alles ist hier möglich. 1995 war Kirchzarten sogar Austragungsort der Mountainbike-Weltmeisterschaften. Fans des schnellen Sports können die WM-Strecke abfahren. Von Juni bis September gibt’s geführte Mountainbiketouren. Etwas geruh-
samer sind Fahrradtouren im Tal (Radwanderungen sind ausgeschildert). Und im Winter locken Alpinski und Langlauf.
Eine schöne Wanderung führt zur Höfener Hütte. Vom Ortskern geht’s in südöstlicher Richtung zum Giersberg mit seiner hübschen Pilgerkapelle und einem schönen Biergarten. Die Gäste genießen den Blick über das romantische Dreisamtal – ein Muss für alle Ausflügler! Danach geht’s zwei Stunden stramm bergauf zur Höfener Hütte (ausgeschildert). Mit entsprechenden Pausen ist der Weg aber auch für kurze Beinchen kein Problem (allerdings streckenweise nicht kinderwagentauglich). Dort haben sich dann alle ihre Brotzeit redlich verdient.
Infos
Verkehrsamt Kirchzarten
Hauptstr. 24
79199 Kirchzarten
www.dreisamtal.de/de2/kirchzarten
Tel. 07661-39 39
Abenteuer im Elsass
Eine Fahrt durch das Elsass kann leicht zum mehrtägigen Abenteuer werden, denn auch auf der westlichen Seite des Rheins gibt es viel zu entdecken: Da wäre der abenteuerliche Hochseilgarten »Natura Parc« bei Straßburg (Rue de la Nachtweid, 67540 Ostwald, Mo-Fr Tel. 0033-388 50 32 24, Sa/So Tel. 0033-388 65 40 07, www.naturaparc.com. Kinder ab 4 J. €5, Erw €20). Auf elf Stecken kann man seine Geschicklichkeit in luftiger Höhe austesten, für die Älteren ist zudem Bungee-Jumping im Angebot. Abenteuerlich geht es auch auf dem spektakulären Parcours im Parc Alsace Aventure in Breitenbach zu (Col du Kreuzweg, 677220 Breitenbach, Tel. 0033-388 08 32 08, www.parc-alsace-aventure.com, April-Nov). Hier geht es in Tarzan-Manier quer durch den Wald von Ast zu Ast. Weniger nervenaufreibend, aber nicht minder spektakulär könnte sich ein Abstecher nach Hunawihr an der Elsässischen Weinstraße zum Haus der lebenden exotischen Schmetterlinge gestalten (Jardins des Papillons, 68150 Hunawihr, Tel. 0033-389 73 33 33): Von April bis Nov schwirren hier Hunderte von exotischen Faltern in unvergleichlicher Farbenpracht umher! Deutsche und französische Nachwuchswissenschaftler finden im »Le Vaisseau« ein echtes Entdeckerparadies vor: Für Kinder ab 3 Jahren wird ein umfangreiches Spiel- und Lernprogramm in drei Sprachen geboten, es gibt Wissenschaftsshows, Theater, Ausstellungen und vieles mehr (1, bis rue Philippe Dollinger, 67027 Strasbourg-Cedex, www.levaisseau.com. Kinder €7, Erw. €8, Gruppen-Reservierung unter Tel. 0033-388 44 65 65).
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